Enzyklothek
Cover für Reales Staats- Zeitungs- und Conversations-Lexicon

Sinold von Schütz, Philipp Balthasar

Reales Staats- Zeitungs- und Conversations-Lexicon

Darinne so wohl die Religionen, die Reiche und Staaten, Meere, Seen, Inseln, Flüsse, Städte, Festungen, Schlösser, Häfen, Berge, Vorgebirge, Pässe und Wälder, die neueste Genealogie hoher Häuser, Ritter-Orden, Wapen, gelehrte Societäten, Gerichte, Civil- und Militair-Chargen zu Wasser und Lande, der Unterschied der Meilen, vornehmste Müntzen, Maaß und Gewichte, die zur Kriegs-Bau-Kunst, Artillerie, Feld-Lägern, Schlacht-Ordnungen, Belagerungen, Schiffahrten, Unterschied der Schiffe und der dazu gehörigen Sachen gebräuchliche Benennungen; Als auch andere in Zeitungen und täglicher Conversation vorkommende aus fremden Sprachen entlehnte Wörter, nebst den alltäglichen Terminis Juridicis und Technicis, deutlich beschrieben werden
Ehemahls von Herrn Johann Hübnern, Rectore zu S. Johannis in Hamburg, vorietzo mit einer neuen Vorrede und Einleitung von dem Gebrauche dieses Buches versehen, von Gottlieb Schumann, Philos. Magistro Lipsiensi
Leipzig; Gleditsch 1766

Sprache

  • deutsch

Schlagworte

Paralleltitel

  • Johann Hübners reales Staats- Zeitungs- und Conversations-Lexicon
  • Neu-Vermehrtes und verbessertes Reales Staats-, Zeitungs- und Conversations-Lexicon
  • De staats- en koeranten-tolk
  • De nieuwe, vermeerderde en verbeterde kouranten-tolk

Vorreden.

Vorrede und Einleitung zu dem Gebrauche des Buches.
Als bey dem Anfange und dem Fortgange dieses Jahrhunderts die historischen und politischen Wissenschaften bey uns Deutschen mehr als sonst getrieben zu werden anfiengen, und es in der gelehrten Welt Mode ward, daß man von allen Wissenschaften Lexica schrieb, so ist auch dieses Buch in Deutschland bekannt geworden. Es scheint fast, daß man den ersten Einfall von einer dergleichen Arbeit dem bekannten Schulrector in Zittau Christian Weisen zuzuschreiben habe. Otto Menke, Adam Rechenberg, Frankenstein und andere hatten die akademische Jugend hier in Leipzig auf den Geschmack der historischpolitischen Wissenschaften gesetzt. Christian Weise schrieb daher auch eine Dissertation, de usu Novellarum, woraus nachgehends eine kleine Schrift erwachsen, welche ein anderer bekannter Schulrector Christian Junker unter Weisens Namen 1702 zu Leipzig in 12 auflegen ließ. Man fand darinn gedachte Dissertation in das Deutsche übersetzt, eine kurze Genealogie der damals lebenden Häuser in Europa, den Kern der Historie von 1666 bis 1702, und endlich ein kleines Zeitungslerixon, in welchem die in den Zeitungen vorkommende Wörter kurz erklärt, und die lateinische Benennung beygefügt war. Als nachgehends der sowohl durch seine erbauliche Schriften unter dem Namen Amadei Creuzbergs, als auch durch die politischen Werke, die unter dem Namen Ludwig Ernst von Faramond herausgekommen, berühmte Sinold von Schütz, in Leipzig nicht nur die europäische Fama, sondern auch andere politische Schriften mit großem Beyfall verfertigte, so trug er mehrere bey Gelegenheit der einlaufenden in dem täglichen Umgange vorkommende Wörter zusammen, brachte sie in eine richtige alphabetische Ordnung, und lieferte 1704 die erste Ausgabe dieses Buchs. Es fand selbiges bey allen vernünftigen und unparteyischen Leuten so gleich, Beyfall, und der sel. Herr Verleger, welcher nie keine Unkosten gespart, gute Schriften noch brauchbarer darzulegen, wendete allen Fleiß an, die folgenden Auflagen immer mehr verbessern zu lassen. Man kann mit Grund der Wahrheit sagen, daß viele gelehrte und vornehme Leute von allen dreyen im Heiligen römischen Reiche üblichen Religionen gleichsam um die Wette geeifert, wer das Meiste zu Vermehrung und Ausbesserung eines so nützlichen Buchs beytragen möchte. Es hatte also nicht nur bey allen Religionsverwandten fast gleiche Liebe gefunden, sondern es wuchs auch durch die vielen eingelaufenen Memorialien und Ausbesserungen endlich diese Schrift dermaßen an, daß aus einem kleinen mäßigen Octavbande ein Buch zu Stande kam, darinn viele tausend Artikel befindlich sind. Weil der Name und das Ansehen des ehemaligen Rectors in Hamburg Johann Hübners um diese Zeit sehr groß war, so geschah es, daß man, um die Aufnahme dieses Buchs desto besser zu befördern, selbiges durch gedachten Herrn Hübner fünf Mal von Merseburg, und nachgehends noch verschiedene Mal von Hamburg aus mit einer Vorrede begleiten ließ. Dadurch kam es dahin, daß man so gar die Verfertigung und Verbesserung dieses Buchs ihm allein zuschrieb, und daß es gemeiniglich unter dem Namen des hübnerischen Staats- und Zeitungslexici angeführt wird. Allein obgleich Herr Hübner hin und wieder etwas dazu beygetragen, so ist doch, wie wir nur angeführt, sowohl die erste Einrichtung, als auch die nachmalige Besorgung der folgenden Auflagen eigentlich nicht dieses Mannes Werk.
Bis hierher habe ich, so zu reden, gleichsam den Geburtsort, die Väter und Hebammen, die Kindheit und das männliche Alter dieses Buchs angezeigt. Es würde mir etwas Leichtes seyn, auch verschiedene Fatalitäten und andere Umstände, so selbigem begegnet, beyzubringen, sonderlich wie man selbiges seinem Pflegevater, dem ersten und rechtmäßigen Verleger entzogen u. s. w.; allein ich erachte verschiedener Ursachen wegen nicht für nöthig alles anzuführen, indem die Umstände davon gar vielen, und besonders den Herren Buchhändlern in Deutschland sattsam bekannt sind. Weit rühmlicher ist für diese Schrift, daß sie seit ihrem Ursprung vielen Nutzen geschafft hat. Es ist wahr, sie ist zu einer solchen Zeit jung geworden, da die Lexica fast für eine Seuche in der gelehrten Welt gehalten werden wollten: Allein wie Lexica überhaupt zu verwerfen unvernünftig seyn würde, so benimmt auch der nur angeführte Umstand der Güte des Buchs ganz und gar nichts, und die Einwürfe, die einige dießfalls gemacht, haben nicht viel zu bedeuten. Ferner leugne ich keineswegs, daß von denjenigen, welchen nach und nach die Fortsetzung dieses Buchs anvertraut worden, nicht überall gleiche Sorgfalt angewendet worden, und daß es auch jetzt noch vielen Mängeln und Fehlern unterworfen ist. Welch menschliches Buch kann sich einer Vollkommenheit rühmen? und so lange die Schriftsteller nicht allwissend sind, so lange wird man auch an ihren Werken auszubessern haben, sonderlich da Schriften von solcher Art der Veränderung täglich unterworfen sind. Aber auch dieser Umstand kann den Werth eines sonst brauchbaren Buchs nicht völlig aufheben.
Um aber den wahren Gebrauch und Nutzen einer Schrift recht zu beurtheilen, muß man sonderlich auf die Absicht und Einrichtung derselben gar genau sein Augenmerk richten. Herr Hübner hat in seiner Vorrede beydes gar deutlich gezeiget, daher wir auch daraus so viel, als hierher gehöret, noch beybehalten.
1. Das so genannte reale Staats - Zeitungs- und Conversationslexicon ist fünfmahl nach einander aufgelegt worden; nemlich Anno 1704 zum ersten; Anno 1706 zum andern; Anno 1708 zum dritten; Anno 1709 zum vierten, und Anno 1711 zum fünften mahle.
2. Alle diese fünf Editiones habe ich von Merseburg aus mit einer Vorrede begleitet, damit dieses werthe Buch unter Wegs allemahl gleichsam einen guten Bekannten bey sich hätte, der ihm nicht allein da und dort Adresse machen, sondern auch zugleich die darüber gefällten Urtheile gescheuter Leute, zu dessen Verbesserung, sorgfältig beobachten möchte.
3. Wir haben hierauf innerhalb 8 Jahren eine ziemliche Tour durch die Welt mit einander gethan; sind auch von viel tausend Liebhabern der Politischen Wissenschaften gar gütig empfangen worden; ausgenommen an einem Orte, da wir einen etwas unfreundlichen Wirth angetroffen, aber denselben auch vor sein Tractament mit gleicher Münze bezahlet haben.
4. Da es nun jetzt an dem ist, daß die sechste Auflage dieses Buchs in diesem 1713. Jahre in die Welt ausfliegen soll, so habe ich kein Bedencken getragen, demselben auch von Hamburg aus eine neue Recommendation unter meinem Nahmen mit auf den Weg zu geben, nachdem ich seit meinem Hierseyn genugsam bin versichert worden, daß dieses nützliche Buch nicht nur in Teutschland, sondern auch in den Nordischen Königreichen gar viel Beyfall gefunden hat. Bevor ich aber den Liebhabern, von dergleichen Schriften Nachricht gebe, was diese sechste Auflage vor den vorigen Editionen voraus hat, so muß ich nochmals wiederholen, was ich in den vorigen Praefationen von dem eigentlichen Ursprunge und wahren Endzwecke dieses Buchs geschrieben habe.
5. Es ist dieses Werk eigentlich curieusen Leuten zu Gefallen angeleget worden, welche die sogenannten Zeitungen oder Nouvellen mit Verstande lesen wollen; und deswegen heißt es ein Zeitungs-Lexicon.
6. Weil nun in solchen Zeitungen nichts anders enthalten ist, als eine brüh-warme Nachricht von dem allerneuesten Zustande der vornehmsten Staaten oder Republiquen in der Welt: So ist es zugleich ein Staats- und Zeitungs-Lexicon titulirt worden,
7. Weil ferner in diesem Buche keine Cathedralische Erudition, sondern nur allerhand zum täglichen Politischen Umgang mit gescheuten Leuten unentbehrliche Stücke der galanten Gelehrsamkeit enthalten sind; so kann man es wohl mit allem Recht ein Staats- Zeitungs- und Conversations-Lexicon nennen.
8. Und weil endlich die Wörter in diesem Lexico nicht verbaliter oder grammatice, sondern vielmehr realiter sind erklärt worden; so ist endlich der vierfache Titel eines realen Staats- Zeitungs- und Conversations-Lexici daraus entstanden.
9. Solcher gestalt muß man nun hauptsächlich keine Schul-Vocabula oder Phrases darinn suchen, denn es ist keine Sylva, Medulla, oder Aurifodina, oder Sprach-, sondern ein Reales Lexicon.
10. Darnach muß man keine Distinctiones Scholasticas oder andere tiefgelehrte. Dinge darinne nachschlagen: Denn es ist kein Philosophisches, sondern ein Staats-Lexicon.
11. Ferner muß man nicht auf die Gedanken gerathen, als wenn man alles darinne finden würde, was sich von Anbeginn der Welt zugetragen hat: Denn es ist kein Historisches Universal-, sondern nur ein Zeitungs-Lexicon.
12. Und endlich muß niemand fordern, daß gantze Disciplinen und Wissenschaften darinne abgehandelt seyn sollen: Denn es ist kein Systema Pansophicum, oder Dictionaire Encyclopédique, sondern nur ein Conversations-Lexicon.
13. Doch man wird nun vielleicht auch wissen wollen, woraus denn so viele tausend Wörter, die in diesem Lexico stehen, sind hergenommen worden? Und da kann ich überhaupt nichts anders antworten, als daß sie aus allerhand Wissenschaften entlehnet sind, die bishero von der curieusen Welt sind getrieben worden.
14. Jedoch darf niemand gedencken, als wenn alle solche Disciplinen wären erschöpfet worden, weil man solcher gestalt die Grenzen eines Zeitungs-Lexici gar weit würde überschritten haben; sondern man hat aus mancher Wissenschaft viel, aus mancher weniger Wörter entlehnet, nachdem dieselbe viel oder wenig zum Verstande der Zeitungen und heutigen Staats-Discoursen beytragen.
15. Hieraus wird nun ein jedweder unparteyischer Leser leicht ermessen können, was man sich von diesem Buche zu versprechen hat, und was man hingegen davon durchaus nicht fordern kann. Daher um so viel mehr die Hoffnung entstehet, daß es ins künftige mit gantz unverdienten und also gantz unbilligen Censuren werde verschonet werden.
Geschrieben in Hamburg an Ostern 1713.
Johann Hübner, Rector zu St. Johannis in Hamburg.
Da demnach die Absicht und Einrichtung dieses Buches aus den vorstehenden Worten des Herrn Hübners sattsam erhellet, so ist nichts übrig, als nur noch etwas weniges von meiner dabey gethanen Arbeit beyzubringen. Ich habe, seit den, mir die Aufsicht über die neuen Auflagen dieses Buches von dem Herrn Verleger anvertrauet worden, meine vornehmste Sorge seyn lassen, selbiges in der Form und zu den Absichten, zu welchen es anfangs aufgesetzet worden, zu erhalten, wo es nöthig gewesen, zu verbessern, und mit einigen, wie ich hoffe, nützlichen Zusätzen zu vermehren. Es ist dieses auf eine systematische Art geschehen, und ich habe dieses mahl, so viel es nur immer möglich gewesen, mir angelegen seyn lassen, darauf zu sehen, daß unter so viel tausend Artickeln, welche dieses Buch in sich enthält, eine richtige Harmonie und wenig Contradiction anzutreffen seyn möge. Denn da ich bey meinen beständigen academischen Vorlesungen über die Zeitungen, die neueste Historie und die Staaten von Europa nebst andern politischen Wissenschaften, immer Gelegenheit finde, die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der in diesem Wercke befindlichen Artickel zu untersuchen, so können die Leser versichert seyn, daß abermahl bey der neuen Ausgabe dieses Buches sehr vieles in besserer Ordnung, Deutlichkeit, und gründlicher gesetzet worden, als in den vorigen. Ich hoffe daher auch, daß vielleicht den Liebhabern dieses Buches, und denen, so es auf eben diese Art gebrauchen wollen, einiger Dienst dadurch geschehen sey, daß ich in den kurzen Abriß, dessen ich mich bey meinen Vorlesungen über den neuesten Zustand von Europa und die gegenwärtigen Welt-Geschäfte bediente, dieser Ausgabe zugleich mit beygefüget habe.
Und hiermit könnte ich diese Vorrede schliessen, wenn mich nicht ein gewisser Umstand nöthigte, noch ein paar Perioden beyzufügen. Es hat nemlich derjenige Ungenannte, welcher die neueste Ausgabe dieses Lexici, wie es auch zu Regenspurg bei Peetz und Badern in dem verflossenen Jahre 1759 gedruckt worden, sich einfallen lassen, in der Vorrede unsere Leipziger Ausgaben, und mich zugleich, auf das unfreundlichste zu verunglimpfen. Die Fehler und Mängel, die er in unserer Leipziger Ausgabe finden will, kommen hauptsächlich darauf an, daß es dieses Buch, wie wir es liefern, beschuldigt, die Real-Definitiones taugten nichts, die angegebenen Verbesserungen wären fehlerhaft, und bestünden in nichts als leeren Worten, wie er denn auch zu dem Ende in der Vorrede aus dem Buchstaben A, einige Proben anführen wollen. Die kürzeste und beste Antwort, die ich auf alle diese und andere Vorwürfe geben kann, bestehet darinne, daß ich alle Kenner der Wissenschaften, die dieses Werck einschlagen, getrost auffordere, beyde Ausgaben dieses Buches, die Leipziger und Regenspurger, gegen einander zu halten, die Artickel zu untersuchen, und den Ausspruch zu thun, welche von beyden den Vorzug verdiene, und so wohl gründlicher als nützlicher eingerichtet sey.
Dieses wird an denjenigen Orten, wo beyde Ausgaben freyen Lauf haben, gar bald geschehen können; dahingegen in denjenigen Ländern und Orten, wo die Regenspurger Ausgabe ihrer Privilegiorum exclusivorum wegen den Vertrieb der Leipziger hindert, man nothwendig in dem von obgedachtem Ungenannten den Lesern beygebrachten Vorurtheile wird müssen stecken bleiben, die Regenspurgische Auflage dieses Buches sey ein unverbesserliches Meisterstücke. Was ich hier schreibe, ist keine Wirckung eines so genannten gelehrten Handwercks-Neides. Alle, die mich kennen, werden mir das Zeugniß geben, daß ich dergleichen unruhige und unanständige Paßion in meinem Gemüthe unterdrücke; und so wenig die Weisheit in dergleichen Art von politischen Wissenschaften mit mir sterben wird, eben so wenig haben wir in Leipzig das Monopolium Zeitungs-Lexica zu schreiben und zu drucken. Allein so lange man ein dergleichen Buch, welches hier in Leipzig jung worden, welches man sorgfältig immerzu geliefert, und welches bey gelehrten und vornehmen Leuten von allen dreyen im Heiligen Römischen Reiche üblichen Religionen fast gleiche Liebe gefunden hat, nur an einem andern Orte und bey einem andern Verleger wieder drucken, und noch darzu in wichtigen Stellen castrirt, und unrichtiger aufleget lässet; so lange halte ich es vor ein Plagium Iitterarium, bis diejenigen, welche dergleichen Ausgaben zu besorgen über sich nehmen, ein gantz neeues, aus ihrer eigenen Feder geflossenes und besseres Werck, obwohl unter gleichem Titel, der Welt vor Augen legen. Vermutlich wird der Verstand und das Gewissen des obgedachten ungenannten Vorredners hierdurch genug haben. Sollte sich selbiger bey einer neuen Regenspurger Ausgabe einfallen lassen, wiederum auf eine unbillige Art unsre Leipziger Ausgaben dieses Buches zu verunglimpfen, so setze er zugleich seinen Nahmen dem Buche vor, damit ich weiß, mit wem ich zu thun habe, und ob der Mann und die Arbeit der Mühe Werth sey, daß ich noch einmahl antworte.
Wer uns übrigens dieser neuen Auflage wegen bescheidene Erinnerungen thun wird, und selbige an den Herrn Verleger in Leipzig überschicken will, dem werden wir mit allem Danck verbunden seyn. Der gemeinschaftliche Beytrag zu Ausbesserung dergleichen Schriften dienet ungemein darzu, selbige noch brauchbarer und vollkommener zu machen. Wer den Nahmen eines ehrliebenden und nützlichen Mannes hochschätzet, macht sich ein Vergnügen daraus, wenn er seinem Nächsten zeigen kann, wo er etwan gefehlet hat, und wenn er ihn ohne intereßirte und bittere Censuren wieder auf den rechten Weg weisen kann.
Der Allerhöchste Gott schencke dem gegenwärtig so sehr beunruhigten Europa, und besonders unserm Werthesten Teutschen Vaterlande Ruhe und Friede, Er erhalte Künste und Wissenschaften in einem blühenden Zustande, zu seines Nahmens Verherrlichung und der allgemeinen Wohlfahrt.
Leipzig, 1760.
in der Neu-Jahrs-Messe. M. Gottlieb Schumann.