Supplement zu dem allgemeinen helvetisch-eidgenössischen, oder schweizerischen Lexicon
So von weiland Herrn Hans Jakob Leu, Bürgermeister Löbl. Frey-Staats Zürich, in alphabetischer Ordnung behandelt worden
Zusammen getragen von Hans Jakob Holzhab
6 Bände
Zürich; Selbstverlag 1786-1795
Onlineausgaben:
Bandeinteilung
Bd. 1. A - D. 1786
Bd. 2. D - H. 1787
Bd. 3. H - M. 1788
Bd. 4. M - R. 1789
Bd. 5. R - T. 1791
Bd. 6. T - Z. 1795
Inhaltsverzeichnis
Bd. 1. 1786
Bd. 2. 1787
Bd. 3. 1788
Bd. 4. 1789
Bd. 5. 1791
Bd. 6. 1795
Vorrede.
Die Weitläuftigkeit und der reiche Inhalt des allgemeinen schweizerischen Lexikons, welches der um Unser Vaterland hochverdiente selige Herr Hans Jakob Leu, Bürgermeister der Republik Zürich, mit unbeschreiblicher Mühe und Unverdroßenheit von 1747 an, bis 1765 dem gemeinen Vaterlande zu Nutz in Druck gegeben hat, schiene eine Fortsetzung dieses vortreflichen Werks fast überflüßig zu machen, wenn nicht die Natur eines solchen Lexikons, nach Hrn. Leuen selbst eigenenen, in seiner Vorrede geäußerten Gedanken, eine fast tägliche Bereicherung, Verbesserung, Ergänzung, und also von Zeit zu Zeit Supplementen erforderte, die dieses unentbehrliche Buch vervollkommneten. So wie aber das Hauptwerk einen unverdroßenen Arbeitsmann erforderte, so bedurften auch die Supplemente einen Sammler, der Zeit und Mühe gerne aufwendete, um seinen Landsleuten zu Beförderung ihrer vaterländischen Kenntnisse nützlich zu seyn. Nun hatte ich schon lange den besten Willen hierzu gehabt, und seit ein paar Jahren hatte ich auch die völlige Muse darzu; allein die Gefahr, bey aufgewendeter mühe voller Arbeit noch mein eigenes Geld einzubüßen, schreckte mich lange von der Bekanntmachung meines gesammelten Vorrathes ab; und ob ich schon den Weg der Vorausbezahlung eingeschlagen habe, so fanden sich doch bis auf itzo nicht so viele Teilnehmer, daß ich es früher hatte wagen dörfen, dadurch einen Theil meines Vermögens auf das Spiel zu setzen; dieses ist also der Hauptgrund der langen Verzögerung des Drucks. Nun da ich es endlich dennoch, ohne meiner Schadloshaltung gesichert zu seyn gewaget habe, diesen ersten Theil denen Liebhabern auszuliefern, so hoffe ich um so mehr mit Grund, daß die Teilnehmer an dem Verfolg dieser meiner Arbeit sich desto häufiger hervorthun, und die schnellere Herausgabe der folgenden Theile, die meistens in der Handschrift schon parat liegen, durch ihre einsendende Vorausbezahlung eines Gulden auf den 2ten Theil, und die Liebhaber der Geschichtkunde durch Einsendung Ihrer beliebigen Beytragen, Verbesserung der unrichtig oder mangelhaften Artikeln des Lexikons selbst, befördern werden.
Denjenigen Gönnern, welche mir hierzu bereits Ihre Beitrage gütig geliefert, statte ich hiemit verbindlichsten Dank ab, und empfehle mich Ihnen weiters auf das Ehrenbietigste; so wie ich Dieselbe, und andere Gönner; hiemit nochmals auf das Höflichste auffordere, dergleichen mir ferner gütigst einzuliefern, mit nachdrücklichster Versicherung, daß dieselbige zu allseitiger Befriedigung gehörigen Orts sollen eingetragen; auch diejenige Artikel, so etwan zu spät kommen, indem ihre Rubriken schon abgedruckt seyn möchten, sollen am Ende des nächstfolgenden Theils nachgebracht werden. Die Einsendung geschieht ferner, am liebsten an mich, oder aber an nachfolgende Herren: [...]
Auch aus der Einrichtung dieses ersten Theils werden meine Gönner genugsam ersehen, was hauptsächlich bey der Einsendung der Verbesserung oder neuen Artikeln am Meisten verlangt wird; als besonders bey denen Familien eine so viel möglich richtige Filiation der Geschlechter wie solches bey denen revidirten Artikeln: Arnold, von Uri; Ambüel, aus Wallis; Bernold, Blumer, Burger, von Glarus; Burkhardt, von Vasel; Brunner, Byß, von Solothurn; Chambrier, von Neuenburg, und andern zu bemerken, für welche den respektive Herren Korrespondenten daselbst mich sehr verpflichtet erkenne. So wie ich auch für die eingesendete Abänderungen in Geographicis und Politicis denjenigen hohen Gönnern, besonders von Bern, Wallis und Neuenburg ehrenbietig danke; um so mehr, da ich hoffen kann, daß Sie nicht nur femer damit fortfahren werden, sondern auch andere Gönner sich dadurch werden bewegen lassen, auch in dieses Fach einschlagende Abänderungen und Verbesserungen mir gütigst mitzutheilen. Werde ich meine dießfällige Hofnungen und Wünsche erfüllt sehen, so werde ich um so viel eher im Stande seyn meine Liebhaber zu befriedigen. Unmöglich aber kann ich annoch voraus bestimmen, wie viel Theile diese Supplemente ausmachen werden; weil solches von den einkommenden mehr oder weniger weitläuftigen Beyträgen abhängt.
Möchte dieser erste Theil einen meiner angewendeten Mühe und Unkosten angemessenen Beyfall erwerben! so sollte mir dieser zu nicht geringer Ermunterung dienen, mich ferner durch diese gemeinnützige Arbeit meinen Gönnern zu empfehlen
Brütten, den 7. Jänner 1786.
Johann Jakob Holzhalb.
Bd. 1 (1786), S. IX–XII.
